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Parteipolitik

CSV kürt Juncker zum Spitzenkandidaten

Die CSV hat Premierminister Jean-Claude Juncker nach dem Bruch seiner Regierung zu ihrem Spitzenkandidaten für eine Neuwahl bestimmt. Die Entscheidung fiel am Donnerstagabend bei einem außerordentlichen Nationalkongress der CSV in Hesperingen. Die CSV will sich nicht in eine Ecke drängen lassen, sie möchte an der Macht bleiben. Diese Tatsache prägte denn auch die verschiedenen Ansprachen. Sowohl Fraktionssprecher Gilles Roth als auch Parteipräsident Michel Wolter verwiesen auf die Parlamentssitzung vom Mittwoch, während der Juncker ungerecht und nicht fair behandelt worden sei.

„Lebenswerk geht weiter“

Die Opposition, so Roth, habe vor wenigen Wochen Luc Frieden vor der Flinte gehabt; der Schuss sei allerdings nach hinten losgegangen.

Am Mittwoch seien die anderen Parteien taub für die Worte Junckers gewesen: Das Lebenswerk des Staatsministers gehe weiter … Wolter erklärte zwischendurch (in Erwartung des Stars der Veranstaltung), dass die CSV am 27. Juli einen Landeskongress in Ettelbrück abhalten werde, in den die vier Bezirkskongresse eingegliedert werden sollen.

„Regiere gern“
Hier werden dann die Kandidaten für die Wahl bestimmt. Er sei zu spät gekommen wegen eines Verkehrsunfalls und weil er noch regiert habe, so Juncker, der überschwänglich begrüßt wurde. Und er habe noch regiert, weil er gerne regiere. Er habe am Mittwoch vor dem Parlament genauso gut über die Tour de France oder die Muppet-Show vor dem Parlament sprechen können. In dem Fall hätte er nicht mehr Antworten bekommen als gestern.

Es gebe keinen Favoriten für die anstehende Wahl, allerdings möchte er, dass die CSV die Wahl gewinnt, so der Politiker, der später bestätigte, er werde ein weiteres Mal als Spitzenkandidat zur Verfügung stehen.

„Bleiwe, wat mir sinn“
Nachdem er das Thema Europa bedient hatte und loswurde, dass es vor allem sozialistische Regierungschefs aus anderen europäischen Staaten gewesen seien, die ihn im Laufe des Tages angerufen hätten, distanzierte er sich von EU-Kommissarin Redings Aussagen, sie wünsche die Vereinigten Staaten von Europa. Er wolle dies nicht: Europa solle nicht alles regeln und reglementieren, die europäische Integration müsse Grenzen haben, so Juncker, der in Wahlkampflaune bzw. Wahlfieber unterstrich, er wolle nicht, dass die Luxemburger so würden wie andere Nationen. Er wolle, „dass mir bleiwe, wat mir sinn“.

Anschließend nahm er einige Wahlkampfthemen vorweg, sprach von der Arbeit, die wieder an Wert gewinnen müsse und nicht als Unterbrechung der Freizeit gesehen werden dürfe.

Die Institutionen müssten wieder respektiert werden, so der Staatsminister, der es seinem Noch-Regierungskollegen Etienne Schneider übelnahm, dass dieser noch ehe Juncker den Großherzog über das weitere Vorgehen informieren konnte, der Presse dieses Vorgehen erklärt habe.

(Quelle: tageblatt.lu)

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