//
du liest...
Parteipolitik

CSV schickt 19 Frauen und 41 Männer in die Wahlen

Die CSV kürte am Samstag ihre 60 Kandidaten, die bei den Wahlen am 20. Oktober 2013 antreten werden. Insgesamt gehen 19 Frauen und 41 Männer für die christlich-soziale Volkspartei ins Rennen, angeführt von Premierminister Jean-Claude Juncker. „Die CSV-Kandidaten stellen einen repräsentativen Querschnitt durch die Bevölkerung dar. Die Liste ist sowohl geografisch als auch sozial ausgeglichen. Die CSV ist die Partei der Mitte“, erklärte Parteipräsident Michel Wolter. Froh sei man über die wachsende Zahl von Frauen auf den Listen. Die CSV sei eine Partei, die sich permanent verjüngen würde. Das Durchschnittsalter aller Kandidaten liege bei 47 Jahren.  Die jüngste Kandidatin sei 23 Jahre alt, der älteste Kandidat 76.

Michel Wolter sprach von einem klaren Neuanfang. „Wir haben diese Wahlen nicht gewollt, wir haben sie auch nicht provoziert“, sagte der Parteipräsident vor den Parteianhängern. Andere hätten alles daran gesetzt, Neuwahlen herbeizuführen, „um die CSV aus der Mehrheit zu jagen“.

„So sieht CSV-Mief aus“, meinte Premierminister Jean-Claude Juncker mit ironischem Unterton, nachdem 766 Delegierte die 60 Kandidaten, darunter 23 neue Gesichter, gutgeheißen hatten.

Juncker zufolge steht die CSV sowohl für einen Neuanfang als auch für Kontinuität und Erfahrung. Juncker schlug teils beschwichtigende, teils aber auch kritische Töne in Bezug auf die anderen Parteien an. Man sei nicht Gegner, sondern politische Konkurrenz. Er hoffe auf einen fairen und positiven Wahlkampf, in dem es nicht um Personen, sondern um Inhalte gehen sollte.

Das CSV-Wahlprogramm wird am 21. September offiziell vorgestellt. Am Samstag gab jedoch bereits erste Versprechen: Mit der CSV werde es auch weiterhin Anpassungen beim Mindestlohn geben, der unbefristete Arbeitsvertrag bleibe die Regel – eine „Verwilderung“ des Arbeitsrechts werde es mit der CSV nicht geben, so Juncker. Index und Mutterrente sollen beibehalten werden. Juncker bezeichnete den Index als wichtiges Instrument, insbesondere dort, wo es keine Kollektivverträge gebe. Eine Rückkehr zum ursprünglichen Index-Mechanismus sei aber eher unwahrscheinlich.

Juncker stellte klar, dass er für weitere fünf Jahre als Premier zur Verfügung stehe und weiterregieren wolle. Wichtige Errungenschaften der vergangnen Regierungsjahre seien der Ausbau der Kinderbetreuung, die Gründung der Universität, der Ausbau der Forschung. „Das haben wir gemacht“, so Juncker. Den bereits eingeschlagenen Reformkurs im Erziehungswesen und im öffentlichen Dienst wolle die CSV weiterführen.

Den Sozialisten warf der Premierminister vor, sich von gemeinsamen Beschlüssen der Regierung – beispielsweise das Abschaffen des Bankgeheimnisses oder das Kompensieren der steuerlichen Ausfälle aus dem elektronischen Handel durch eine Mehrwertsteuererhöhung – zu distanzieren. „Die LSAP tut so, als sei sie nie in der Regierung gewesen“, monierte Juncker.

Die CSV habe die nötige Erfahrung und das nötige Wissen, um das Land gut zu führen, so der Premier. Sollte die CSV als stärkste Partei aus den Wahlen hervorgehen, werde man den anderen Parteien, sollten sie eine Dreier-Koalition anstreben, einen Strich durch die Rechnung machen, sagte Juncker.

Sieben bekannte CSV-Gesichter werden am 20. Oktober nicht mehr antreten: Marie-Josée Jacobs, Marie-Josée Frank, Fernand Boden, François Biltgen, Lucien Clement, Norbert Haupert und Lucien Weiler.

(Quelle: wort.lu, tageblatt.lu, csv.lu)

Diskussionen

Es gibt noch keine Kommentare.

Hinterlasse eine Antwort

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Unsere Facebook-Seite

%d Bloggern gefällt das: