//
du liest...
Parteipolitik

ADR: Luxemburg steht am Rande des Ruins

Jean SchoosLuxemburg befinde sich in einer „Schuldenspirale“ und stehe am Rande des Ruins, so die Warnung der ADR am Mittwochabend bei der Vorstellung ihrer Kandidaten für die Wahlen vom 20. Oktober. Für die Partei gehen 23 Frauen und 37 Männer ins Rennen, das Durchschnittsalter liegt bei 49 Jahren. In den vier Bezirken werden die Listen von jeweils zwei Spitzenkandidaten angeführt. Im Süden sind es die beiden Abgeordneten Gast Gibéryen und Fernand Kartheiser. Auf einen nationalen Spitzenkandidaten verzichtet die Reformpartei.

Auf dem Kongress in Hesperingen, bei dem vier Bezirkskongresse zusammengelegt wurden, übte die Partei scharfe Kritik an der Regierungspolitik. Die Bilanz von über 30 Jahren CSV-Regierungsbeteiligung sei katastrophal. In seiner Ansprache sprach Parteipräsident Jean Schoos auch von einer „schwarz-roten Pleite“. Wäre das Land ein Privathaushalt, würde es längst schon keinen Kredit mehr bekommen. Es würden nur noch Schulden gemacht, ohne etwas Produktives zu erreichen. Schoos erinnerte, dass die ADR bereits im Jahr 2009 die Ansicht vertrat, dass gespart werden müsse.

Die ADR trete an, um endlich eine nachhaltige Finanzpolitik zu gewährleisten, die nicht mehr auf ungehemmtes Wachstum setzen könne. Eine „Politik mit dem Scheckheft“, wie sie insbesondere die CSV in den letzten Jahren praktiziert habe, sei nicht mehr möglich. Erst einmal müssten die Probleme im Staat gelöst werden.

Die Partei tritt für eine Bündelung von Leistungen für Arbeitslosengeld und Familienzulagen ein, die Bürokratie gelte es einzudämmen. Die Arbeitslosigkeit könne indes nur durch bessere Qualifizierung zurückgedrängt werden. Deshalb müsse endlich Schluss sein mit den Experimenten in der Schulpolitik und Leistung müsse sich lohnen.

Neben den Staatsfinanzen war das Schlagwort „Heimat“ eines der großen Themen des Kongresses. Schoos plädierte für ein „Recht auf seine Heimat“ eines jeden Luxemburgers. Deshalb müsste es hierzulande auch ausreichend bezahlbaren Wohnraum geben.

Die ADR stemmt sich zudem kategorisch gegen die Idee des Ausländerwahlrechts, das das nationale Wahlrecht nicht mehr an die Staatsangehörigkeit, sondern an den Wohnort koppeln würde.

Aktuell hat die ADR nur mehr zwei parlamentarische Mandate. Wegen interner Streitigkeiten hatten die Abgeordneten Jean Colombera und Jacques-Yves Henckes im Oktober 2012 die Partei verlassen.

(Quellen: tageblatt.lu, journal.lu, lessentiel.lu)

Diskussionen

Ein Gedanke zu “ADR: Luxemburg steht am Rande des Ruins

  1. Luxemburg hat eine der größten Krisen seiner Geschichte zu bewältigen, trotzdem würde ich nicht sagen, dass Luxemburg am Rande des Ruins steht. Allerdings hat das ADR keine Antworten auf die derzeitigen Probleme unseres Landes.

    Verfasst von Lucien | 09.08.2013, 01:15

Hinterlasse eine Antwort

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Unsere Facebook-Seite

%d Bloggern gefällt das: